Malle hat geschrieben:manche Dinge muss man aber einfach auch mal selber ausprobieren, gerade wenn es nur 2-3 Klicks sind, ist es auch nicht schwer wie in diesem Fall. Manche Sachen sind so einfach, dass es fast schon an Nestfütterung gleicht, wenn man dafür ein Tutorial verlangt. Wer was programmieren will, muss diese Hürde als Minimalanforderung meistern können, sonst findet er sich im Code auch nach 1-2 frustranen Versuchen nicht zurecht und gibt auf.
Das will ich bejahen, aber auch verneinen.
Ich halte ein Tutorial für das richtige, das sich den Bedürfnissen des Anwenders anpasst, d. h. (fast) beliebig ins Detail geht, aber auch einen "groben" Überblick bietet (evtl. zu lösen mit auf- und einklappbaren Texten). Natürlich stimmt auch die von rainer getroffene Aussage, dass man es nicht übertreiben darf. Sonst wird man ja nicht fertig.
Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich möchte wetten, je mehr Leute man mit einem Tutorial erreicht (gleich, ob ein Spiel- od. Programmiertutorial), desto mehr begeisterte Anhänger findet man und das ist doch unser Ziel, oder nicht?
Und schließlich darf man auch nicht vergessen: Wenn einer eine Sache gut kann, verliert er schnell das Bewusstsein dafür, was er alles kann und was einer erst lernen muss, der dasselbe können soll oder will. Soll heißen, das Laufen ist für uns eine Selbstverständlichkeit, wie das Atmen. Und uns ist nicht bewusst, wie schwierig es vielleicht war (und zeitaufwändig - und das obwohl Kleinkinder bekanntlich sehr schnell lernen), das Laufen überhaupt erst zu lernen; daran erinnern wir uns meist nicht mehr. Damit will ich auch nur sagen, dass ein einziger Klick schon ein schier überwältigendes Problem darstellen kann - auch wenn es nicht so scheint - wenn man nicht weiß, er diesen zu setzen.
Soviel noch einmal zu meinem Plädoyer für Tutorials.
